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Kampfansage: Mit Muskeltraining gegen Diabetes

  • Eine Stunde Muskeltraining pro Woche reduziert das Erkrankungsrisiko um 12 Prozent

Am 14. November wiederholt sich jährlich der Weltdiabetestag. Dieser weltweite Aktionstag wurde 1991 von der Internationalen Diabetes Federation und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen, um auf die zunehmende Zahl an ¬Diabeteserkrankungen aufmerksam zu machen. Laut der Deutschen Diabetes-Hilfe sind aktuell 7 Millionen Menschen in Deutschland erkrankt. Weltweit lag die Zahl der Erkrankten im Jahr 2011 bei 366 Mio. Menschen. Laut Schätzungen der Internationalen Diabetes Federation wird die Zahl der Erkrankungen um 50,8 % innerhalb der nächsten 20 Jahr steigen.

Diabetes und das metabolische Syndrom

Den Ausbruch des Stoffwechselleidens führt man auf das metabolische Syndrom zurück oder auch Wohlstandssyndrom genannt, jedoch haben in erster Linie auch Vererbung und Genetik einen erheblichen Einfluss. Als metabolisches Syndrom bezeichnet man die Kombination aus Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und Glucose-Stoffwechsel. Inaktive Muskeln sind unfähig, Glucose aus dem Blut aufzunehmen, so dass sich der Zucker dort immer stärker konzentriert. Um diesen hohen Zuckerspiegel im Blut zu regulieren, bildet die Bauchspeicheldrüse in erhöhten Mengen Insulin. Doch durch die vermehrte Ausschüttung werden die eigenen Körperzellen resistent gegen das Hormon. Der Zuckerstoffwechsel bricht zusammen und der Mensch erkrankt an Diabetes. Begleiterscheinungen bei Diabeteserkrankungen sind erheblich; so können bspw. Kreislaufschwäche, schwere Gefäßschäden, Erblindung, Zuckerkoma und Nierenschädigung auftreten. Das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken, kann durch eine fettarme und ballaststoffreiche Ernährung, Gewichtsabnahme und Bewegung hinausgezögert oder sogar verhindert werden.

Mit „Muckis“ gegen Diabetes

Wissenschaftler haben mittlerweile herausgefunden, dass bereits ein Muskeltrainingsprogramm von einer Stunde pro Woche das Erkrankungsrisiko um 12 Prozent reduziert. Dieser positive Effekt ist vermutlich der erhöhten Muskelmasse zuzuschreiben. „Bisher haben Studien immer wieder belegt, dass Ausdauertraining wichtig für die Vorbeugung der Diabetes Typ 2 ist“, erklärt Anders Grøntved von der Universität von Süd-Dänemark in Odense. Die Studie der dänischen Wissenschaftler belegt jedoch die positiven Effekte des Muskelaufbaus auch ohne Ausdauersport. Das ist besonders für diejenigen eine gute Nachricht, die aus anderen Gründen keinen Ausdauersport betreiben können.



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